Beste interaktive Produktion 2009
Schon vor dem Handelsstart des neuen MINI Cabrios fuhr dieser mit Hilfe der Firma metaio GmbH in den Händen von Anwendern Probe. Möglich machte diese Buzzmarketing-Aktion eine Augmented-Reality-Technik, die eine Verbindung zwischen Print- und 3D-Content schafft.
Als Träger dient dabei eine spezielle Anzeige, die man über einer Webseite in eine handelsübliche Webcam hält – schon erscheint das MINI Cabrio als virtuelles Modell auf dem Montior. Die 3D-Daten sind dabei mit dem Live-Bild verknüpft. Der User kann das Fahrzeug also selbst drehen, Details ansehen, wie er es möchte. Für die erste offizielle Vorstellung des neuen MINI Cabrio im Dezember vergangenen Jahres – pünktlich zum weltweiten Kommunikationsstart – hatten die Werbeagenturen BUZZIN MONKEY und die agentour einen ganz besonderen Ort ausgewählt: die Hände von Kunden und solchen, die es werden sollen. Mithilfe der Technologie Augmented Reality von metaio wurde erstmals die Verbindung zwischen Print und 3D-Content geschaffen. Als Träger dieses spannenden Konzepts diente eine spezielle Anzeige. Hält der User diese über den Weblink mini.de/webcam in eine Webcam, erscheint das MINI Cabrio als virtuelles Modell. Der Clou: Die 3D-Daten sind innerhalb des Live-Bilds mit der Anzeige verknüpft. Der User kann das Fahrzeug also selbst drehen und wenden, Details ansehen, mit ihm interagieren, wie er es möchte. Dies alles geschieht live und in Echtzeit! Die Neuauflage des kleinen Lifestyle-Cars feiert somit in seiner virtuellen Form und in den Händen des User eine weitere Weltpremiere.
Magic Moments
Ganz wie es sich für eine Premiere gehört, ist der Star zunächst nicht zu sehen. Auf der Printanzeige sind lediglich Piktogramme mit einer Anleitung für Neugierige, wie sie einen ersten Blick auf das Fahrzeug erhaschen können. Folgt man dem Link und den Anweisungen auf der Anzeige, landet man mit der „Bühne“ in der Hand auf einer Microsite innerhalb des Online-Auftritts von MINI.de und erlebt ein kleines Wunder. Das Cabrio steht in 3D auf der Anzeige und kann intuitiv erkundet werden. Besonderer Wert wurde dabei auf die Qualität der Darstellung gelegt. Das Modell ist bis ins kleinste Detail modelliert, zeigt hochwertige Texturen und Shader und macht Lust auf das echte Fahrzeug. Man sieht die Materialien, die Verarbeitung, die Amaturen – aus jedem Winkel und bestens visualisiert. So wurde nicht nur erstmals die Brücke zwischen realer und digitaler Werbung geschaffen, sondern auch eine interaktive „Benutzerschnittstelle“ etabliert. Anstatt sich in einem rein virtuellen Raum zu bewegen – und vielleicht die Orientierung zu verlieren – kann man spielerisch und intuitiv mit Objekten interagieren.
Was steckt dahinter?
Grundsätzlich kommen bei Augmented-Reality-Software immer zwei Komponenten zum Tragen: Die Bilderkennung beziehungsweise -verarbeitung, das so genannte Tracking und die 3D-Visualisierung, das Rendering. Definitionsgemäß können so virtuelle 3D-Daten in Bilder der realen Umgebung integriert werden; in Echtzeit, lagegerecht und maßstabsgetreu. Der Systemaufbau sieht dabei immer eine Rechnereinheit mit der Augmented-Reality-Software für das Tracking und Rendering, ein PC oder zum Beispiel auch der Prozessor in einem Mobiltelefon, eine Kamera, eine optische Referenz und ein Display vor. Über die Kamera erkennt die Software die optische Referenz und weist ihr einen vorher referenzierten Content zu. Dazu können mittels komplexer Bildverarbeitungprozesse innerhalb der so genannten Initialisierung die Position und Orientierung des Objekts relativ zur Kamera bestimmt werden, somit ist die Darstellung perspektivisch korrekt und lagegerecht.
Mehr zum Projekt und zur Augmented-Reality-Technik der metaio GmbH lesen Sie im DP-Sonderheft animago AWARD & CONFERENCE 2009.