ScanlineVFX
  • animago.Redaktion
  • hinzugefügt am
  • 27.10.09 um
  • 13.41 Uhr
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Herr über die Gezeiten
Das ScanlineVFX bei Special und Visual Effects in Hollywood enormen Eindruck hinterlassen hat, ist nicht nur seit „300“ bekannt. In „Die Chroniken von Narnia - Prinz Kaspian von Narnia“ überzeugt das Münchner Unternehmen mit der Cutting Edge Technology Flowline auf ganzer Linie und kreierte einen gigantischen realistischen Wassergott. Hut ab vor dieser VFX Leistung.

­­­­­Die Chroniken von Narnia verfasste der englische Schriftsteller C.S. Lewis in den 50ziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die sieben Fantasieromane verkauften sich bis heute über 95 Millionen mal und wurden in über 41 Sprachen übersetzt. Nicht nur im Verlagwesen konnten die Chroniken Profit erzielen, die beiden ersten Teile der Neuverfilmungen „Der König von Narnia“(2005) und  „Prinz Kaspian von Narnia“ (2008) spielten insgesamt über 1145 Millionen Doller(rund 775 Millionen Euro) ein und wurden mit zahlreichen Awards wie auch einem Oscar ausgezeichnet.

DIGITAL PRODUCTION sprach mit Isamat Zaidi von
ScanlineVFX über Visual Effects und das Projekt "2012" von Roland Emmerich.

DP: Sie wurden 2008 mit dem Technical Achievement Award für ihre realistischen simulierten Animationen in unter anderem „300“, „Poseidon“ und „Narnia“ ausgezeichnet. Was genau bedeutet dieser Award der American Academy of Motion Picture für Ihr Unternehmen?
Ismat Zaidi: Den Technical Achievement Award hat die Firma Flowline für die Software „Flowline“ erhalten. Wir haben die Shots für Poseidon, „300“, „Invasion“und „Narnia“ mit dieser Software bearbeitet. Seltsamerweise erregt diese Tatsache im Ausland  mehr Aufsehen als bei uns hier in Deutschland. Für uns wäre natürlich ein Oscar für die VFX sehr interessant, dies würde sicherlich auch hier im europäischen Raum für sehr viel Aufsehen sorgen. Da drücken wir gerade ganz fest die Daumen, dass der neue Film von Roland Emmerich „2012“ ein Kandidat für den Oscar werden könnte.

DP:
Kurz nachgehackt zu „2012“ von Starregisseur Roland Emmerich. Mit Emmerich arbeitete ScanlineVFX bei „2012“ zusammen. Worüber handelt genau der Film?
Ismat Zaidi: Die Mayas haben in ihrem Kalender für das Jahr 2012 den Untergang der Erde vorhergesagt. Genau das findet statt, eine riesige Flutwelle überschwemmt den Erdball und zerstört alles was sich ihr in den  Weg stellt. Begleitet von Vulkanausbrüchen und Erdbeben ereignen sich in allen Teilen unserer Welt unvorstellbare Naturkatastrophen. Einige wenige werden gerettet. Wie das Ganze dann ausgeht kann man ja jetzt im November im Kino sehen.....

DP:
Welche Effekte sind dank ScanlineVFX in „2012“ zusehen?
Ismat Zaidi: ScanlineVFX bearbeitet die Sequenzen die die Flutwelle zeigen. In den Trailern, die bisher im Kino und im Internet zu sehen sind, konnte man ja bereits einige Kostproben davon sehen. Unter anderem ein Kloster im Himalaya das von der Flutwelle zerstört wird, die Air Force One, die von einem Flugfeld hinweg gespült wird oder die riesige Flutwelle, die in Indien ganze Städte unter sich begräbt. Auch der Präsidentensitz von Obama, das Weiße Haus wird von der Flutwelle erfasst.

DP:
Seit 2008 sind Sie mit ihrer Schwesterfirma in Los Angeles international aufgestellt. Konzentrieren Sie sich somit mehr auf den europäischen oder den nordamerikanischen Mark?
Ismat Zaidi: Wir haben immer schon einen Fokus auf den deutschen und europäischen Markt gehabt und erweitern unser Spektrum mit der Schwesterfirma in LA um zudem den nordamerikanischen Markt bedienen zu können. Es handelt sich hier nicht um Europa oder Nordamerika sondern ganz bewusst um Europa und Nordamerika.

DP: Ist die Zukunft des Filmes VFX?
Ismat Zaidi: Auf jeden Fall! Es gibt mittlerweile kaum Filme, die ganz ohne den Einsatz von VFX, seien sie noch so simpel oder unauffällig, umgesetzt werden können. Beispielsweise waren Filme wie Narnia oder 2012 ohne den Einsatz von VFX gar nicht realisierbar gewesen. Deshalb sind wir uns ganz sicher, dass es noch sehr viel Material, sprich Filmgeschichten gibt, die aufgrund der heutigen Technik, also VFX,  jetzt endlich verfilmt werden können.
Mehr Hintergründe dazu lesen Sie im kommenden DP-Sonderheft animago & CONFERENCE 2009.                                                                                         

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